Selbstauflösendes Toilettenpapier ist so hergestellt, dass seine Fasern im Wasser schnell zerfallen. Es verhindert, dass sich Papierklumpen im Tank oder am Schieber festsetzen.
Haushaltspapier ist auf Reißfestigkeit ausgelegt, auch wenn es feucht wird. In einer Kassettentoilette bleibt es dadurch länger stabil, verklumpt und kann das Entleerungsrohr verstopfen. Speziell entwickeltes Papier verfügt über kürzere Fasern oder ein anderes Bindemittel, sodass es sich beim Kontakt mit Flüssigkeit rasch zersetzt. Ein verbreitetes Produkt gibt etwa 250 Blatt je Rolle an.
Wichtig ist die Menge. Auch das beste Papier löst sich schlechter auf, wenn du viel davon in wenig Wasser gibst. Nutze es sparsam und achte darauf, dass im Tank genug Flüssigkeit steht. Feuchttücher gehören grundsätzlich nicht in mobile Toiletten, auch wenn sie als abbaubar beworben werden.
Bei Trenn- und Komposttoiletten spielt die Auflösung weniger eine Rolle. Dort wird Papier meist im Feststoffbehälter oder separat im Beutel gesammelt, und der Behälter wird nicht gespült. Einfaches Papier ohne Parfüm und Zusätze ist dort ausreichend. Beim Einkauf lohnt ein Blick auf die Packung: Hinweise wie „für Chemietoiletten geeignet“ oder „schnell löslich“ zeigen, dass das Papier für mobile Tanks gedacht ist. Dickes, mehrlagiges Haushaltspapier löst sich dagegen schlecht.
In der Praxis: Im Wohnmobil mit Kassettentoilette ist spezielles Papier die sicherste Wahl, weil Schieber und Entleerungsrohr sauber bleiben. Im Van und im Zelt mit Chemietoilette gilt dasselbe. Packe in jedem Fall einen kleinen Vorrat ein, denn unterwegs ist solches Papier nicht überall erhältlich. Im Garten mit Komposttoilette kannst du normales Papier verwenden, sofern es unparfümiert ist.
Mehr dazu: Warum Papier beim Entleeren eine Rolle spielt, steht im Ratgeber Campingtoilette entleeren.
Verwandte Begriffe: Kassettentoilette, Schieber



