Die Trenntoilette trennt Flüssiges und Festes direkt an der Schüssel. Dadurch riecht sie kaum, braucht oft weder Wasser noch Chemie und lässt sich einfacher entsorgen.
Das Prinzip beruht auf einem Trenneinsatz: Vorn fängt eine Rinne den Urin ab und führt ihn in einen Kanister, hinten fallen Feststoffe in einen eigenen Behälter. Da beides getrennt bleibt, entsteht kaum Fäulnisgeruch. Meist streust du nach dem Gang etwas Einstreu über die Feststoffe.
Viele Trenntoiletten sind kompakt gebaut und passen in einen Stauraum oder eine Box. Der Urinkanister wird je nach Nutzung alle ein bis zwei Tage geleert, der Feststoffbehälter hält deutlich länger. Hersteller nennen für kleine Modelle zum Beispiel zehn bis zwanzig Nutzungen für Flüssiges und acht bis zwölf für Festes, bevor eine Entleerung ansteht.
Der Begriff überschneidet sich mit der Trockentoilette. Jede Trenntoilette ist trocken, aber nicht jede Trockentoilette trennt. Der Unterschied liegt im Trenneinsatz und in der Entsorgung: Urin darfst du meist anders handhaben als Feststoffe, die in den Hausmüll oder auf den Kompost gehören, wo das erlaubt ist.
Für Männer und Frauen ist die richtige Sitzhaltung wichtig, damit die Trennung funktioniert. Das gilt vor allem für Kinder, die zunächst üben müssen.
In der Praxis
Im Van und Wohnmobil spielt die Trenntoilette ihren Vorteil aus, weil keine Chemie und kein Frischwasser mitgeführt werden. Im Zelt ist sie leicht zu verstauen. Im Garten dient sie als einfache Lösung ohne Anschluss. Prüfe die Sitzhöhe und die Dichtigkeit des Deckels, wenn du sie im Fahrzeug transportierst.
Mehr dazu: Trenntoiletten im Vergleich
Verwandte Begriffe: Trenneinsatz, Urinkanister



