Die Trockentoilette ist eine Toilette ohne Wasserspülung. Sie sammelt den Inhalt in einem Behälter und bindet Geruch durch Einstreu, Beutel oder Trennung.
Unter diesem Oberbegriff laufen mehrere Bauarten: Trenntoiletten, Beuteltoiletten, Komposttoiletten und einfache Eimer mit Sitz. Gemeinsam ist ihnen der Verzicht auf Spülwasser und meist auch auf Strom. Dadurch eignen sie sich für Orte ohne Anschluss.
Der Geruch wird je nach Bauart unterschiedlich gelöst. Bei Trenntoiletten durch die Trennung der Stoffe, bei Beuteltoiletten durch geruchsdichte Beutel mit Superabsorber, bei Komposttoiletten durch Einstreu, die den Inhalt bindet und den Kompostiervorgang unterstützt.
Die Entsorgung hängt vom System ab. Beutel gehören je nach Vorgabe in den Restmüll, Komposte benötigen Zeit und geeigneten Platz. Rechtliche Vorgaben, etwa im Kleingarten oder auf dem Campingplatz, sind regional unterschiedlich und sollten vorab geklärt werden.
Für den Alltag sind Trockentoiletten oft leichter als Chemietoiletten, weil kein Tankwasser mitgeführt wird. Dafür musst du mit Einstreu oder Beuteln planen, die in ausreichender Menge im Gepäck sein sollten.
Bei der Auswahl hilft eine einfache Frage: Wo und wie lange willst du sie nutzen? Für wenige Tage reicht ein leichtes System mit Beuteln, für Wochen oder dauerhafte Standorte lohnt sich ein größerer Behälter mit guter Belüftung. Kinder und ältere Personen profitieren von einer stabilen Sitzhöhe und einem fest schließenden Deckel.
In der Praxis
Im Zelt und im Van sind Trockentoiletten beliebt, weil sie leicht und geruchsarm sind. Im Wohnmobil können sie die Bordtoilette ergänzen, etwa bei Stellplätzen ohne Entsorgung. Im Garten dient die Trockentoilette als Gartenhaus-Lösung ohne Wasseranschluss. Plane die Entsorgung vor dem ersten Einsatz, damit der volle Behälter nicht zum Problem wird.
Mehr dazu: Trockentoiletten im Vergleich
Verwandte Begriffe: Einstreu, Toilettenbeutel



