Die Verbrennungstoilette zerstört Ausscheidungen thermisch und hinterlässt nur eine geringe Menge Asche. Sie ist wartungsintensiv und kommt vor allem auf Booten, in Hütten und an abgelegenen Orten zum Einsatz.
Das Gerät besteht aus einer Schüssel mit Einsatz, in den ein Papierfilter oder eine Auskleidung gelegt wird. Nach dem Gang startest du den Verbrennungsvorgang, der je nach Modell mit Strom, Gas oder Heizöl arbeitet. Der Inhalt verdampft und verbrennt, übrig bleibt Asche, die du regelmäßig ausleerst.
Vorteile sind der Verzicht auf Wasser und Chemie und die geringe Menge an Rückständen. Nachteile sind der hohe Energiebedarf, die Anschaffungskosten und die Notwendigkeit einer Abluftführung nach draußen. Auch Geruch muss kontrolliert werden, dafür sind fachgerechte Installation und Wartung nötig.
Anders als bei anderen Trockentoiletten entsteht kein Kompost. Dadurch entfällt die Reifezeit, aber auch der Nutzen für den Garten. Die Asche lässt sich in der Regel mit dem Restmüll entsorgen, sofern lokale Vorgaben dem nicht widersprechen.
Für den mobilen Einsatz ist die Technik selten gedacht, weil sie Gewicht, Strom und Abgasführung braucht.
Bedenke außerdem den Pflegeaufwand. Der Brennraum muss regelmäßig von Asche befreit werden, und die Abluft darf nicht ins Innere zurückströmen. Verwende nur die vom Hersteller vorgesehenen Einsätze und Brennstoffe, damit Sicherheit und Funktion gewährleistet bleiben.
In der Praxis
Im Zelt und im kleinen Van ist eine Verbrennungstoilette kaum praktikabel. Im größeren Wohnmobil ist sie nur mit passender Stromquelle und Abluft denkbar. Im Garten oder auf einem Grundstück ohne Kanalanschluss kann sie funktionieren, wenn Bauvorschriften und Brandschutz geprüft sind. Für die meisten Camper bleiben Trenn- oder Chemietoiletten die einfachere Wahl.
Mehr dazu: Trockentoiletten im Überblick
Verwandte Begriffe: Verschweißtoilette, Lüfter



