Hanfeinstreu ist eine Einstreu aus gehäckselten Fasern der Hanfpflanze. Sie bindet Feuchtigkeit und Gerüche besonders gut und lässt sich nach Gebrauch kompostieren.
Hanf besitzt eine Faserstruktur mit hoher Saugkraft. Das Material nimmt Flüssigkeit zügig auf, und nach Herstellerangaben ist es staubfrei oder staubarm, was für die Atemwege angenehm ist. Weil es pflanzlich ist und ohne Chemie auskommt, gilt es als gut kompostierbar. Manche Sorten sind mit ätherischen Ölen versetzt, etwa mit einem Eukalyptusduft.
Verglichen mit Sägespänen ist Hanf meist leichter und saugt mehr auf, sodass du pro Nutzung weniger brauchst. Dafür sind die Packungen in der Regel teurer. Bei Trenntoiletten genügt eine dünne Schicht über dem Feststoff, die den Kot bedeckt. Packungen von einigen hundert Gramm bis mehreren Kilogramm sind üblich. Ein gut verschließbarer Beutel oder eine Dose verhindert, dass die Fasern Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und verklumpen.
Auch außerhalb der Toilette wird Hanfstreu genutzt, etwa als Kleintiereinstreu. Für die Toilette sollte jedoch reine, unbehandelte Ware verwendet werden. Der Inhalt aus dem Feststoffbehälter wird später in einem Beutel über den Restmüll entsorgt oder kompostiert, je nach örtlichen Regeln.
In der Praxis: Im Van und Wohnmobil lagerst du Hanfeinstreu dicht verschlossen, damit sie nicht feucht wird. Im Zelt nimmst du eine kleine Menge im Beutel mit. Im Garten kannst du die Einstreu mit Gartenabfällen mischen und im Kompostbereich weiter verrotten lassen. Wichtig bleibt eine Schicht nach jeder Nutzung. Bei hohen Temperaturen im Sommer nimmst du lieber eine etwas dickere Schicht, weil Feuchte und Geruch dann schneller zunehmen, und bei Frost bleibt das Material ohnehin trocken und geruchsarm.
Mehr dazu: Wie Einstreu und Trenntoilette zusammenspielen, zeigt die Seite Trenntoiletten.
Verwandte Begriffe: Einstreu, Komposttoilette



